Tour de Technique
Trogbrückenfahrt– Befahrung des Magdeburger Wasserstraßenkreuzes
vom 31. Juli bis 2. August 2026

Ende Juli brachen sechs Zugvögel gen Magdeburg auf, um zum allerersten Mal an der Trogbrückenfahrt des KanuKlub Börde teilzunehmen. Auf dem Hinweg wurden wir in Schönebeck abgesetzt. Während unser Fahrer alte Freunde besuchte, stimmten wir uns auf 12 Elb-Kilometern zum KK Börde ein.
Kurz vor dem Ziel bogen wir auf der sommerlich entspannten Elbe in den Altarm ein, der zum Gastgeber führte. Plötzlich waren wir umgeben von Sand- und Kieshaufen und konnten uns nur noch im Schritttempo durch Elbe-Rinnsale bewegen. Hier lagert sich Schicht um Schicht Sand an, und der niedrige Wasserstand tut sein übriges…
Im Laufe des Abends und gemeinsamen Grillens tummelte sich eine stetig wachsende Gruppe von etwa 90 Teilnehmenden auf dem großzügigen Vereinsgelände, u. a. aus Lübeck, vom Bodensee, aus Karlsruhe und Braunschweig.
Am deutlich abgekühlten Samstag schlängelte sich morgens eine lange Kajak-Kette durch das Altarm-Rinnsaal. Von dort ging es dann auf der Elbe am Magdeburger Dom vorbei in Richtung Wasserstraßenkreuz.
Es wurde eine 30 Kilometer lange Tour de Technique, durch beeindruckende Bauwerke des Wasserverkehrs, einige davon schon vor fast 100 Jahren geplant (der Bau des Mittellandkanals begann im Jahr 1905). Schau bei Detail-Interesse am besten selbst einmal bei Wikipedia.
Nach einer kurzen Pause in der Buhne vor der Einfahrt in den Kanal, paddelten wir bei Platzregen in unsere erste Station, die Niedrigwasserschleuse/Sparschleuse Magdeburg, eröffnet 2011.
Nach dem Schleusen ging es weiter über den Verbindungskanal zur zweiten Station, dem Schiffshebewerk Rothensee, das 1938 fertiggestellt wurde und heute nur noch für Sport- und Ausflugsboote genutzt wird.
Wir gelangten wir zu unserer dritten Station, der Trogbrücke/Kanalbrücke, die sich ebenfalls schon in den dreißiger Jahren im Bau befand, der 1942 kriegsbedingt endete, und erst nach der Wende als »Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17« fertiggestellt und 2003 eröffnet wurde.
Nach Durchfahren der Brücke, war unsere vierte Station die Doppelschleuse Hohenwarthe, eröffnet 2003, die uns beeindruckende 18 Meter (!) hinunter in die Tiefe beförderte.
Das letzte Stück ging über den Elbe-Havelkanal und, im Gegensatz zu den teils etwas eintönigen Kanalkilometern, den wunderschönen Niegripper See dann weiter zum Ziel an einem Bootshaus.
Am Sonntag boten die Börder den übriggebliebenen Gästen zum Ausklang eine 22 Kilometer lange Fahrt von Glinde zu ihrem Vereinshaus an, was sich für unseren Fahrer wunderbar mit seinem zweiten Besuch bei weiteren Freunden in der Nähe kombinieren ließ. Wir tingelten also erneut die sommerlich entspannte Elbe entlang, pausierten in Schönebeck und schafften es ein letztes Mal, fast ohne auszusteigen, das Rinnsal im Altarm zu bezwingen.
Wer sich für Verkehrstechnik, alte und neue Industriebauten und körperlich spürbare Größen und Masse-Unterschiede interessiert, dem/der sei die Tour ans Herz gelegt. Mit herzlichem Dank an die Fahrtenleitung und vor allem dem KK Börde!








